Verhalten

Verhalten

Wie wir uns verhalten?
Das ist eine gute Frage!

Darüber gibt es viel zu erzählen!
Wir Degus haben ein so ausgeprägtes Sozialverhalten, dass sich manche Menschen davon noch eine Scheibe abschneiden könnten. Über unsere Laute bei bestimmten Verhaltensweisen könnt ihr euch in der Geräuschegallerie selbst ein Bild machen. Wir sind sehr lautfreudig und man kann an der Tonlage erkennen, was wir meinen. Das heißt: Ihr Menschen müsst unsere Sprache nur interpretieren lernen. Ihr müsst nicht selbst diese Sprache erlernen!

Wenn man zu Besuch in unserem Käfig ist, oder besser: wenn ihr Menschen uns in unserem zu Hause beobachtet, könnt ihr eigentlich den ganzen Tag über Geräusche hören. Deshalb fange ich mal an, einen Degu-Geräuschetag zu beschreiben. Da Frauchen arbeitet, stehen wir mit ihr so kurz vor sechs auf. Manchmal kann ich die Augen kaum öffnen, weil die Kleinen wieder die ganze Nacht gespielt haben (wir sind zwar nachts eigentlich nicht aktiv, aber bei sechs Kleinkindern kann immer mindestens einer gerade mal nicht schlafen!). Spätestens beim Rascheln der Futterbox aber, verschwindet das Sandmännchen und wir stehen alle am Eingangstor bereit, um unser Frühstück, das wir jeden Morgen bekommen, in unsere Pfoten zu nehmen. Das hat sich im Laufe der Jahre bewährt, denn wenn wir hungrig sind, dann kennen wir keine Freunde und schreien uns richtig an Degu-Sound 5.

Haben wir aber vorher schon einen kleinen Snack erhalten, sind wir viel friedlicher und knurren nur, wenn sich einer nährert (Degu-Sound 6).

Nach dem ersten Frühstück holt uns jeden Tag die Müdigkeit ein. Wir treffen uns auf unserem Türmchen und schlafen erst noch einmal eine Runde.

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Dann dauert es auch nicht lange, bis Frauchen die Wohnung verlässt und wir endlich unsere Ruhe haben.
Gegen zehn Uhr sind wir dann total ausgeschlafen und widmen uns dem Säubern unseres Käfigs: Betten machen ist angesagt! Altes Heu zum Lüften raus. Fussboden aufwischen! Die Kinder, die gerade keine Aufgabe haben, spielen miteinander oder laufen im Rädchen um die Wette. Einige von ihnen sind kleine Raufbolde, wobei dies keine Kämpfe im eigentlichen Sinne sind, sondern nur Balgereien mit Spielcharakter.

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Nach all dieser Hausarbeit legen wir wieder eine kleine Ruhepause ein. Da wir meistens alle zusammen auf einem Fleckchen unseres Käfigs schlafen, sind wir miteinander sehr vertraut und nehmen Schlafpositionen ein, die bestätigen, dass wir uns bei Frauchen wohl fühlen können und keine Angst haben müssen.
Da bedeutet, dass einige Degus auf dem Rücken liegen und sich den Bauch kraulen lassen, andere hingegen in “Hörnchenform” auf der Seite liegen, oder mit anderen Degus “Türmchen” bauen, wobei sich meistens drei Degus übereinander stapeln.

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Sobald es Nachmittag wird, werden wir unruhiger und achten peinlich genau auf jede Bewegung und jedes Türgeräusch, denn wir erwarten Frauchen dann schon sehnsüchtig. Manche von uns träumen bereits von Leckerchen (z.B.: von getrockneten Kräuter, oder Zitronenmelisse...), andere freuen sich einfach nur darauf, dass dann endlich wieder leben in die Bude kommt. Meistens dürfen wir dann sogar einen Spaziergang machen.

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Das macht Spaß! Ich versuche dann hinterhältig an Frauchen vorbei zu kommen, um ins Wohnzimmer zu stürmen und dort verstecken zu spielen. Sie ist mir aber zur Zeit noch überlegen. Ich schaffe es nur selten.
Aufgrund unseres neugierigen Wesens, bekommen wir in unserem Käfig und drumherum alles mit. Wenn es klingelt, sitzen wir am Käfigeingang und schauen nach, wer kommt. Einmal kam ein Mann mit einem schwarzen Tier an einer Leine. Da war dann Panik angesagt. Ich als ältestes Männchen und Rangerster habe dann sofort Warnschreie abgegeben, um meine Kinder zu warnen. Dieses Warnsigngal ist ein schriller Schrei, der je nach stärke der Gefahr auch oft und schnell hintereinander wiederholt wird. Ähnlich wie beim menschlichen Feueralarm bringt sich dann jeder in Sicherheit, wobei ich als Rangerster immer nach der Gefahr (aus sicherem Abstand) Ausschau halte!
Das Tier - die Menschen sagen Hund, genauer: Pudel dazu - war allerdings zu blöd und hat uns nicht entdeckt. Deshalb gab ich Entwarnung sobald ich das Vieh nicht mehr sehen und riechen konnte!

Wir gehen fast zur selben Zeit schlafen, wie unsere Menschen. Daher werden sie auch von uns kaum gestört. Klar, dass man mal nicht schlafen kann, oder so. Aber: wir versuchen schon, ruhig zu sein. Absolute Stille muss nicht sein, zumal einige männlichen Menschen auch Laute von sich geben, wenn sie schlafen.

Typische Verhaltensweisen bei uns sind:

  • · der Nasen - Lippen - Kontakt, wenn wir uns begegnen                       (Degu-Sound 1 , Degu-Sound 2)
  • · der “Ringkampf”, bei dem sich meistens zwei Degus auf die Hinterbeine stellen, sich an den Vorderpfoten fassen und “ringen”.
  • · Das “Pferdchenspiel”, das aussieht, als würden wir uns paaren. Der Unterschied zur Paarung: wir säubern danach nicht die beanspruchte Stelle!

     

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Webmaster: Diana Heckl Letztes update: Freitag, 2. Februar 2007. Diese Seite wird betreut vom Kreuzbandriss, Hip replacement