Krankheiten

 

Krankheiten

auch davon kann ich erzählen - leider..

Vielleicht ist es am Besten, wenn ich mal die Krankheiten aufzähle, die in unseren Käfigen bisher aufgetreten und zu 99% dann auch von unserem Tierarzt kuriert werden konnten.

Ein wirklich ernst zu nehmendes Krankheitssymptom ist, wenn wir nichts mehr fressen. Dann wird´s meistens höchste Eisenbahn, mal etwas zu unternehmen.

Noch ein Tipp: Wiegt eure Degus von Zeit zu Zeit. Wenn ihr feststellt, dass der Degu an Gewicht verliert und gleichzeitig auch weniger frisst, dann solltet ihr ihn schleunigst vom Tierarzt untersuchen lassen.

(1) Erkältungen
Auch wir leiden manchmal an einer Erkältung, die sich genauso äußert wie die Erkältung eines Menschen. Die Nase läuft, wir müssen Niesen und häufig haben wir zusätzlich eine Augenentzündung, die sich entweder in tränenden Augen oder aber in verklebten Augen äußert. Wenn wir so etwas ausbrüten, dann hilft nur Wärme, Vitamine und Auswaschen der Augen mit Kamille. Ich persönlich stehe nicht auf Kamille. Ich bevorzuge die Augensalbe, die mir mein Arzt gegeben hat. Das ist zwar auch eklig, aber die Entzündung geht dann schneller weg.

(2) Entzündetes Augen
Hatte ich schon zwei- oder dreimal. Es ist deshalb doof, weil man die Augen kaum öffnen kann. Eine antibiotische Augensalbe vom Tierarzt hilft schon nach kurzer Zeit.

(3) Mittelohrentzündung
Das hatte meine Biene als Resultat einer übergangenen Erkältung. Sie war nicht mehr dazu in der Lage, das Gleichgewicht zu halten. Das Ohr roch richtig eklig und sie hatte ein schleimiges Auge. Die Sache mit dem Gleichgewicht kann man am Besten beobachten, wenn sich der Degu putzt.
Unser Tierarzt hat das Problem durch mehrmaliges Ausputzen der Ohren (was wirklich nicht so angenehm war) in den Griff bekommen. Biene sollte zwar in dieser Zeit Hippgläschen fressen (sie rührte gar nichts mehr an), aber das war ihr doch zu eklig. Mit Kinderschokolade hat sie es dann gepackt - wirklich.

(4) Lungenentzündung (Pneumonie)
Sie wird häufig von eigentlich harmlosen E. coli-Bakterien verursacht. Mit einer Antibiotikaspritze vom Tierarzt kann die Krankheit geheilt werden. Wird die Krankheit nicht beachtet, macht sich ein pfeifendes Geräusch beim Atmen bemerkbar, das dann kaum noch behoben werden kann.

(5) Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Man erkennt diese Krankheit am weißen Ring im schwarzen Auge (sehr auffällig). Es sieht so ein bißchen milchig aus. Ich habe mir sagen lassen, dass das bei Degus, recht häufig auftritt. Biene hatte das auch (fast von Geburt an). Frauchen oder Herrchen müssen beim Füttern darauf achten, dass sie ihren Degus dann nicht zu viel Süßes geben (vorsicht: auch süßes Obst fällt darunter).
Ihr müsst wissen, dass man - nach meinem Kenntnisstand - (noch) nichts dagegen machen kann. Biene hatte das auf einem Auge, konnte dort auch nich mehr so gut sehen. Sie hat es aber ausgeglichen und ist auch fast 5 Jahre alt geworden.
Der Diabetis macht uns Degus nicht nur blind, sondern fördert auch die Arterienverkalkung und Nervenversorung. Dadurch sterben wir früher. Also wenn ein Degu weiße Augen bekommt, bitte keinen Zucker mehr füttern und am besten schon vorher stark darauf achten.

(6) Ziehen eines Zahnes
Das war die Konsequenz aus dem dämlichen Geschwulst. Es ist aber nicht so, dass wir nur die vier sichtbaren Zähne haben. Im hinteren Rachenraum sind noch einige Backenzähne vorhanden. Mein Tierarzt weiß das ganz genau, denn er hat mir einen dieser Zähne in Vollnarkose gezogen. Das ist
auch der Grund, weshalb ich nun ständig ( fast alle 5 Wochen) zum Zahnarzt muss.

(7) Geschwulst im Rachenraum
Woher ich das hatte, weiß kein Mensch. Wir hatten alle große Angst um mein Leben, denn es lag der Verdacht nahe, ich könnte einen Tumor haben. War Gott sei Dank nicht so! Mein Tierarzt hat mir das lästige Ding entfernt. Auch hier konnte man wieder der Nase trauen: Es stank aus meinem Hals.

(8) Schneiden von Zähnen
Hört sich schlimm an, ist auch (wegen des Knacksens unangenehm), aber es tut nicht weh. Das habe ich mir im Vorfeld mehrfach schriftlich bestätigen lassen. Mein Frauchen hält mich fest und mein Tierarzt schneidet mir meine Unterzähne, indem er sie vorsichig mit Hilfe einer kleinen Zange kappt.

(9) Calciummangel nach Geburt
Das hatte Jule. Nach der Monstergeburt von sieben Jungen und des permanenten Stillens (so kleine Degumäuse sind ständig am Trinken) lag sie irgendwann völlig apathisch im Käfig und trommelte mit ihrem Füßchen. Diesmal war Herrchen Horst der Retter der Minute. Kurzerhand hatte er sie im
Tierarztkäfig gefangen genommen (da kommt der Beruf Polizist voll zur Geltung, gell Horsti!) und fuhr mit ihr zu Dr. K. nach K, dessen Frau sofort diesen Mangelzustand erkannte. Jule bekam Calcium bis zum Abwinken. Da sie dieses Zeug schlucken sollte, war das der nächste Kampf. Sie war schließlich
völlig verklebt, so dass sie danach unter partieller Haarlosigkeit litt. Wahrscheilich hat sie sich jedes Haar einzeln ausgezupft, die kleine Ziege.

(10) Behinderung (Geburt)
Einer meiner Brüder “Schlitzi” war von Geburt an behindert. Er lebte nur wenige Tage, wobei die letzten eine echte Qual für ihn waren. Er hatte überlange Zähne und einen übergroßen Kopf. Er konnte kaum etwas fressen und hat das schließlich ganz sein lassen. Wir alle vermuten, dass das eine Folge von Inzucht ist, was aber noch zu beweisen wäre.

(11) Kastration (ich erinnere mich daran....)
Es trifft fast immer die Männer, denn eine Kastration beim weiblichen Degu ist zu gefährlich. Man müsste die Frau stärker nakotisieren, da die Geschlechtsorgane tiefer im Bauch liegen. Ich selbst wurde schon etwa 10 Wochen nach meiner Geburt kastriert. Das war ganz komisch. Ich bekam eine
Narkosespritze und schlief ein. Als ich aufwachte war ich ganz beduselt und musste noch einige Stunden im Exil verbringen. Ich konnte einige Tage nicht so wild im Käfig rumtoben, aber auch das ging. Ich fühle mich auch immer noch als Mann und besteige die Frauen nach wie vor - nur ohne Konsequenzen.

(12) Schwanzhautverlust
Damit ist nicht die Kastration gemeint. Ich persönlich hatte den schönsten Schwanz aller Degus im ganzen Rheingau - Taunus - Kreis. Bis, ja bis mein Schwänzchen im Rädchen hängen blieb. Doch da war erst mal nur ein Stückchen Schwanz weg. Nach und nach habe ich dann weitere Stückchen verloren. Mir hat es immer geholfen, wenn die Bruchstelle desinfiziert wurde. Ansonsten ist´s nicht so schlimm.

(13) Bissverletzungen
Es soll Degus geben, die sich nicht sonderlich gut leiden können. Das ist meistens der Fall, wenn sich Degus treffen, die einander noch nie gesehen haben. Wenn so etwas geschieht, sollte darauf geachtet werden, dass die Wunden nicht tagelang nässen. Wenn die Wunden schlecht heilen, sollte man zum Tierarzt gehen.

(14) Knochenbrüche und Gelenkverstauchungen
Wenn wir zu wild rumtoben, kann es in Ausnahmefällen auch passieren, dass wir ein wenig lahmen. In diesen Fällen wird beim Tierart ein Foto von Innen (=Röntgenbild) gemacht, durch das man genau erkennen kann, ob der Knochen gebrochen ist, oder nicht.
Verstauchungen verschwinden meist von alleine wieder. Es bedarf keiner Therapie.
Knochenbrüche kamen bei uns noch nicht vor. Da müsst ihr schon den Tierarzt fragen... Was man machen kann, hängt von dem Knochen ab, der gebrochen ist.

(15) Vergiftung durch Streusalz nach ungeplantem Ausflug
Diese Krankheit ist wohl eher eine Rarität, passierte aber wirklich!
Tante Klara war ein echter Wildfang. Sie konnte sich nie so recht an das Leben im Käfig gewöhnen. Deshalb brach sie - wann immer möglich - aus und erkundete das Umfeld. Im Keller angekommen (wie auch immer sie die Treppe hinunterkam sei dahin gestellt) leckte sie vermutlich am Streusalzeimer.
Da sie nicht sofort gefunden wurde - wir Degus können uns gut verstecken - war es kaum noch möglich, ihr zu helfen, zumal wir damals noch nicht diesen guten Tierarzt hatten. Klara starb am darauffolgenden Tag. Es war ein echtes, nicht weiter zu empfehlendes Drama.

Habe ich Krankheiten vergessen? Wurden eure Degus noch von anderen Krankheiten heimgesucht und geheilt?
DANN schreibt mir doch einfach und ich werde sie in dieser Liste mit einem Gruß an euch erwähnen!

Willst du noch weiterlesen oder lieber zurück?


degus@supergump.de

 

 

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Webmaster: Diana Heckl Letztes update: Freitag, 2. Februar 2007. Diese Seite wird betreut vom Kreuzbandriss, Hip replacement