Ernährung

 

FUTTER - Was gibt es wichtigeres?

Ich bin wirklich ein Experte in Sachen Futter, ein echter Degu-Gourmet. Auch wenn es wirklich nicht sonderlich gesund ist, liebe ich meinen Gutenmorgen - Schüssel mit getrockneten Kräutern über alles. Das mit den Drops lass ich mittlerweile sein, denn ich möchte keine Diabetes mellitus bekommen. Das ist eine Krankheit, für die wir doch sehr anfällig sind. Also: Vorsicht!

Ansonsten fressen wir alle gerne das ganz normale Meerschweinchenfutter. Vitakraft hat für uns sogar echtes Degufutter herausgebracht. Das gibt es allerdings nur in ganz exklusiven Tierhandlungen und ist gar nicht so gut. Es enthält nämlich viel zu viel Nüsse.
Frauchen bestellt mittlerweise meistens online
(Buttons findest du auf jeder Seite). Das Degufutter enthält viele Kräuter und schmeckt wirklich super lecker.
Manchmal fressen wir auch Hamsterfutter - iss auch okeeh. Neuerdings kriegen wir manchmal Kolbenhirsen. Ist eigentlich für Vögel, aber wir finden es prima

Achtung jetzt kommt der Geheimtipp:
Es gibt bestimmte Cracker, auf denen sind Kaninchen und Meerschweinchen mit Helmen und Sonnenbrillen abgebildet. Die schmecken guuuuuut. Wir entwickeln richtigen Ehrgeiz beim Abnagen, denn die Cracker sind wirklich hammerhart. Das Abnagen ist echte Knochenarbeit.

Gut schmecken auch: Tomaten, Basilikum, Petersilie (das wächst bei uns in Töpfen, es gibt aber auch Menschen, die das im Garten haben...), ungespritzte Blätter vom Apfelbaum und: Äpfel selbst, die wir aber aufgrund des hohen Zuckergehaltes nur gaaaannnz selten bekommen. Erd-, Hasel-, Wal- und manchmal auch Paranüsse (die sind hammerhart) bekommen wir auch ab und zu - eher selten! Nüsse sind nämlich enorm fetthaltig. Wenn wir sie bekommen, müssen wir hart dafür arbeiten, denn die Schale ist immer drumrum.
Der allerbeste Zwischendurchsnack ist getrocknete Petersilie oder getrockneter Schnittlauch (am billigsten von Aldi). Auch VitaC von Vitakraft in gepresster Form ist gut und ganz viel Heu, Heu und nochmal Heu.

Da meine Zähne sehr stark nachwachsen (mein Tierarzt musste mir mal nen Zahn ziehen, weil der locker und nicht mehr so gesund war), achte ich natürlich sehr darauf, dass ich viele harte Sachen knabbere. Deshalb muss man bei mir stets darauf achten, dass ich viele Äste und Zweige zum Kauen bekomme, natürlich frisch vom Baum und vielleicht mit ´nem Blättchen hier und da... (Krankheiten).

Aus Erzählungen von meiner Tante Clara (dem echten Wildfang) weiß ich, dass Degus, die in der Wildnis leben, nur wenig gehaltvolle und ausgewogene Ernährung zu sich nehmen. Das hat zur Folge, dass Degus, die bei Menschen leben, durch die gehaltvolle Nahrung verfetten und schließlich auch krank werden. Deshalb solltet ihr uns immer frisches, staubfreies Heu geben und Baumäste / kleine Stöckchen, damit wir zusätzlich auch durch das starke Nagen unsere Zähne abschleifen.

Eine riesengroße Bitte: 
Achtet darauf, dass das Heu trocken ist und weder faul ist, noch schimmelig.

Wir haben an der Außenseite unseres Käfigs einen Behälter, in dem stets Heu ist. Wir können von innen uns dann immer so viel rausziehen, wie wir gerade benötigen. Wenn ihr ein solches Teil nicht besitzt, dann könnt ihr uns das Heu auch einfach in den Käfig legen. Wenn das bei uns passiert, bin ich immer ganz “happy”, denn ich liebe nichts mehr, als mir das Maul voll Heu zu stopfen und den ganzen Ballen in unser Häuschen zu ziehen! Das ist lustig!!!

Ich habe schon oben erzählt, dass wir gerne Obst und auch einige Gemüsesorten mögen. Bitte, bitte, bitte wascht das Zeug aber vorher ab. Ihr esst es ja auch nicht anders, oder?

Absolut GIFTIG ist Folgendes:

  • rohe Bohnen
  • Kartoffelkeime
  • grüne Teile von Kartoffeln

geeignete GEMÜSEsorten:

  • Cocktailtomaten (ich liebe sie!!!)
  • Möhren
  • Endivien (Salat hingegen mag ich nicht! Es ist auch gefährlich das Zeug zu essen, denn der ist ja auch gespritzt und müsste vorher erstmal richtig gewaschen werden.)

HINWEIS: Was für Menschen giftig ist, ist auch für Degus giftig. Deshalb vertraut besonders auf das, was ich euch aufgezählt habe.



WO KOMMT DAS FUTTER REIN?

Wir haben seit einigen Tagen nicht nur einen Wasserspender, sondern auch einen Futterspender. Das hat für uns Degus Vor- und Nachteile, denn: Wir haben zwar immer Futter, allerdings wird erst nachgefüllt, wenn der Spender leer ist, so ernähren wir uns zugegebenermaßen ausgewogener, als wenn wir nur immer unsere Lieblingssorten verschlingen. Aber manche Teile im Futter sind ganz einfach nicht so lecker, bleiben bis zum Schluss drin und weil nichts nachkommt, wenn er noch gefüllt ist, müssen wir auch dieses Zeug essen.

 

WO KOMMT DAS TRINKEN REIN?

Na, in einen handelsüblichen Wasserspender für Nagetiere. Da ist unten so ein Kügelchen drauf, das dafür sorgt, dass das Wasser (im Normalzustand) nicht ausläuft. Dann muss man nur noch “züngeln” und schon läuft einem dann das Wasser in den Mund hinein. Das ist “cool”!
Bei uns im Käfig läuft der Wettbewerb: Wer kann am leisesten triken?




WOHNUNG - auch wichtig!

Nachdem meine langjährige Lebensgefährtin “Turbo” Biene gestorben ist, war ich so verdammt alleine. Vor lauter Mitleid kam Jule aus dem 15 km entfernten Käfig sofort angereist und versuchte mich aufzumuntern. Spätestens als sie mir nach circa 2 1/2 Monaten (am 20. Januar 2001) Kuckucksbabies ins Nest legte, war die Freude riesengroß. Ich habe mich sofort in diese kleinen, niedlichen Mäuseschwänze verliebt und sie an Kindes statt nagenommen. Die Kleinen kamen immer zum Schlafen
zu mir, legten sich unter mich und ....

Wie dem auch sei. Da wir nun zu sechst in einem Käfig leben, haben wir ein rieeeeesengroßes zu Hause 140 cm x 70 cm x 50 cm. Das ist ein handelsüblicher Käfig, denn ich habe mit meinem Frauchen das Abkommen geschlossen, dass “Plastik nicht angeknabbert wird”. In diesem Käfig sind drei
Laufrädchen, ein Klettertürmchen, auf dem wir meistens auch schlafen, ein Häuschen und viele, viele Äste zum Knabbern und Klettern.

Da die kleinen Zwerge mittlerweile groß sind und sich nicht an die Abmachung: “Wir knabbern das Plastik nicht an!” gehalten haben, musste Frauchen eine Wanne aus Edelstahl anfertigen lassen. Das war wohl nicht billig, dafür können wir jetzt nicht mehr ausbrechen.

Neu ist auch das Streu. Das “normale” hat ziemlich stark gestaubt. Ist bei Allergien nicht gut, aber auch für Menschen, die nicht sooooo gerne putzen extrem nervig, denn die müssen fast jeden Tag ran. Wir haben jetzt Mais Granulat (gibt´s auch online zu kaufen.) Das staubt viiiieeeeel weniger und hält länger... Es fliegt auch besser, wenn wir Langeweile haben und “Streu-Weitschießen” spielen. Frauchen hat dann regelmäßig die Krise gekriegt. Jetzt hat sie sich was einfallen lassen: Sie hat eine Plexiglaswanne um unseren Käfig gebaut. Es prallt jetzt alles ab, was normalerweise durch den ganzen Flur geflogen ist. Ist echt schade, aber manchmal gelingt es uns trotzdem noch, heheheheh.

 

PFLEGE - oder war das am wichtigsten?

Wir machen eigentlich gar nicht so viel Arbeit, aber wenn es anfängt zu stinken, solltet ihr euch spätestens dazu erbarmen, den Käfig sauber zu machen (am Besten ist es, das vorher zu tun). Ich kann der Autorin des Buches (Frau Sporon: “Unsere Degus”, Kosmos-Verlag, 1995) nur recht geben wenn sie sagt; “Der Kot ist trocken, fest und spindelförmig, der Urin wird bevorzugt an einer bestimmten Stelle des Terarriums abgegeben, wobei alle Mitglieder der Degu - Familie die gleiche Ecke als Toilette benutzen”.
Die Äste und eventuell Steine, die sich im Käfig befinden, sollten regelmäßig erneuert werden, denn wir Degus markieren unser Revier mit kleinen Urinspritzern (das ist jetzt aber wirklich geheim!).
Da wir gerne die “Futterschätze” vor den Familienmitgliedern verstecken (jeder ist sich schließlich selbst der Nächste), solltet ihr darauf achten, dass frisches Obst und / oder Gemüse spätestens am Tag danach rausgenommen wird. Es könnten sich sonst Schimmelteppiche bilden, die unserer Gesundheit bestimmt nur schaden würden (von eventuellen Madenzüchtungen mal ganz abgesehen).

Unser tolles Fell pflegt sich fast von alleine, denn wir putzen und kratzen uns oft genug, um den überflüssigen Dreck abzuputzen. Dennoch lieben wir Bäder - aber auf keinem Fall im Wasser, sondern vielmehr in dem superweichen Chinchilla-Sand, den man in nahezu allen Zoohandlungen käuflich
erwerben kann. Sandbäder sind echt cool. Ich gebe meinem Frauchen immer Hinweise. Wenn ich baden will und kein Sand in der Nähe ist, dann wälze ich mich im Streu, der dann rausfliegt. Mein Frauchen muss dann kehren und das mag sie nicht. Sie holt mich dann kurze Zeit später an der Käfigtür ab und ich setze mich dann auf die Schulter, um in die Badewanne hofiert zu werden.

Willst du noch weiterlesen oder lieber zurück?

     

clearpixel02 

clearpixel02

clearpixel03 

Webmaster: Diana Heckl Letztes update: Freitag, 2. Februar 2007. Diese Seite wird betreut vom Kreuzbandriss, Hip replacement